Ein gehörloser Junge aus Sambia will endlich hören, lachen, spielen
Seit seinem dritten Lebensjahr hört der Junge aus Sambia kaum noch etwas und spricht fast nicht mehr. "Manchmal sagt er Mama", erzählt Agness, Mohameds Mutter. Ihre Lippen zittern. Sie muss miterleben, wie sich ihr einziges Kind mehr und mehr in sich selbst zurückzieht. Ein Cousin gibt Agness schließlich den Rat, die Klinik "Beit Cure" aufzusuchen. Denn dort gibt es eine Ärztin, die gehörlose Kinder heilt! Gleich am nächsten Tag fahren Mutter und Sohn mit dem Bus quer durch Sambias Hauptstadt Lusaka zur Klinik.
Mittelohrentzündung und noch ein Schicksalsschlag
Dr. Uta Fröschl, HNO-Ärztin aus Berlin, arbeitet in der Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Abteilung, die von der Christoffel-Blindenmission an der Klinik "Beit Cure" aufgebaut wurde. Sie erkennt sofort, warum Mohamed kaum noch etwas hört: Schuld sind eine chronische Mittelohrentzündung und eine Knocheneiterung im Ohr.
Zwei Operationen können dem Jungen das Hörvermögen zurückgeben. Als die Wunden nach der ersten OP verheilen, lebt Mohamed auf, spricht mehr, lacht wieder. Eine zweite Operation am rechtem Ohr soll sein Hörvermögen komplett wiederherstellen – doch dann stirbt plötzlich sein Vater! Von heute auf morgen müssen Mutter und Sohn das Häuschen verlassen, das der Fabrik gehört, für die Mohameds Vater gearbeitet hat. Sie sind obdachlos Die zweite Operation muss warten, bis sie und Mohamed wieder in den Alltag zurückfinden.